Musiker mit Strahlkraft

WINDSBACH (30. November 2017). Die Windsbacher arbeiten immer wieder mit hochkarätigen, musikalischen Partnern zusammen – und das nicht nur, wenn ein Bach-Oratorium auf dem Plan steht (für das man in diesem Jahr die erfolgreiche Kooperation mit der Akademie für Alte Musik Berlin fortsetzt). Auch bei den A-cappella-Konzerten in der Adventszeit wird der Knabenchor begleitet: diesmal vom Blechbläser-Quintett Salaputia Brass.

Anfang Dezember startet die Tournee, die das „SBQ“ und die Windsbacher nach Bayreuth, Herzogenaurach, Ansbach, Tuttlingen, Weingarten, Erlangen Nürnberg und Fürth führt. Das Quintett setzt sich zusammen aus Peter Döppringhaus und Lukas Reiß (Trompete), Felix Baur (Horn), Aaron Außenhofer-Stilz (Posaune) und Joel Zimmermann (Tuba). Der Tubist war übrigens auch Mitglied des Knabenchors, mit dem er über 650 Konzerte sang. Auch 2016 war man als „SBQ“ bereits gemeinsam mit den Windsbachern unterwegs und absolvierte die mehrwöchige Tournee durch die Volksrepublik China.
 
Alle Mitglieder von „SBQ“ sind Meister ihres Fachs, haben bei namhaften Professoren und Dozenten sowie an renommierten Hochschulen studiert und bekleiden mittlerweile teilweise zentrale Positionen in Orchestern und an Theatern von Rang: So ist Peter Döppringhaus Solotrompeter am Berliner Konzerthaus, Felix Baur stellvertretender Solo-Hornist am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden und Aaron Außenhofer-Stilz Solo-Posaunist des Gürzenich-Orchesters Köln.
 
Kennengelernt haben sich die fünf Musiker bereits in jungen Jahren, als sie gemeinsam im Bundesjugendorchester musizierten. 2007 schlossen sie sich dann zum Salaputia Brass Quintett zusammen und nahmen in dieser Formation beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Nachdem man hier gleich den ersten Preis auf Bundesebene erringen konnte, war man auch beim Internationalen Blechbläserwettbewerb Passau erfolgreich. Ihre Kunstfertigkeit brachte den Künstlern auch Stipendien der Erwin-Fricke-Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben ein.
 
Die Zusammenarbeit mit dem Windsbacher Knabenchor ist Teil einer regen Konzerttätigkeit, die das „SBQ“ regelmäßig auch über die Grenzen Deutschlands hinausführt. Neben Auftritten bei renommierten Festivals im Rheingau und Mecklenburg-Vorpommern oder den Bachtagen Aschaffenburg trat das Ensemble auch schon in Mexico-City sowie Washington D.C. auf, wo es 2009 die Verleihung des Eric-M.-Wartburg-Preises an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel umrahmte. Eine weitere besondere Spielstätten war 2017 die Elbphilharmonie, wo man mit Kollegen des Ensemble Salaputia Brass das Programm „Sounds of Evolution“ spielte.
 
Das ist auch auf der zweiten, gleichnamigen CD der Bläser zu hören: Mit sieben Auftragswerke sowie acht Uraufführungen und Ersteinspielungen setzt Salaputia Brass auf klangstarke Stücke, wie sie die Welt wortwörtlich noch nicht gehört hat. Der Rezensent im Online-Journal pizzicato.lu zeigte sich begeistert und sprach in puncto Technik und Musikalität von einem Spitzenensemble. Der CD-Tipp auf Bayern 4 Klassik meinte, dass dieser Tonträger eine gute Gelegenheit sei, Brass-Musik besser kennen zu lernen: „Und für die ohnehin schon Begeisterten eine CD, die zeigt, wie lebendig und innovativ diese 200 Jahre alte Tradition auch heute noch ist.“ Die Zeitschrift Fono Forum schrieb: „Ein in jeder Beziehung höchst amüsantes und vor allem perfekt inszeniertes Bläservergnügen.“ Hier ist ein Video zu dieser Produktion zu sehen.
 
Die aktuelle, dritte CD „Signals from Heaven“ setzt Akzente, indem sie Alte Musik von Claudio Monteverdi und Giovanni Gabrieli Spirituals und Jazz von Duke Ellington und George Gershwin gegenüberstellt. Auch hier sind die Rezensenten begeistert: pizzicato.lu spricht von einer „exzellenten Mischung“ und der CD-Tipp im Hessischen Rundfunk lobt: „Eine Formation mit einem strahlend eleganten Sound, ausgewogen von der Tuba bis zu den Trompeten. Mehr geht eigentlich nicht.“ Einen Eindruck von dieser Musik bekommt man hier.
 
Wenn man „SBQ“ hört (was man natürlich am besten in einem der nächsten Konzerte mit den Windsbachern tun sollte), ist man sofort vom satten Sound begeistert, der strahlenden Klang mit größtmöglicher Transparenz, lupenreiner Intonation und rhythmischem Feingefühl verbindet. Das sehen auch die Kollegen in den Feuilletons so: 2015 war in der Main-Post zu lesen, dass die fünf „mit sichtbarem Spaß an der Musik und viel Gefühl die passende Stimmung zu transportieren“ vermochten; 2014 schrieb das Main-Echo von „wunderschönem und schwerelosem Klang“, mit dem sich die Musiker unwiderstehlich „in die Zuhörerohren geschmeichelt“ hätten; und ein Jahr zuvor hieß es in den Westfälischen Nachrichten: „Jeder für sich ist ein perfekter Solist, alle zusammen bilden ein exquisit miteinander harmonierendes Team voller Spielfreude. […] Die Präzision ist atemberaubend.“
 
Weitere Informationen zu den Ensembles Salaputia Brass und Salaputia Brass Quintett sowie den einzelnen Musikern gibt es hier.